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Von Injektion bis Wundverband

erstellt:
Sonntag, 14 August, 2016


Von Injektion bis Wundverband – Jeder kann mal Behandlungspflege brauchen

Team von „intensiv pflegen“ berät zu speziellen medizinischen Verordnungen

Man wünscht es keinem. Doch es kann jeden und in jedem Alter treffen – plötzlich ist man auf Pflege angewiesen. Manchmal für immer, manchmal nur zeitweise. Das Team von „intensiv pflegen“ in Delitzsch ist auch dann kompetenter Partner, wenn es noch einmal eine Spur spezieller in der Pflege wird.

Behandlungspflege, oder seltener auch Spezielle Pflege, werden all jene Tätigkeiten genannt, die auf ärztliche Anordnung durch Pflegekräfte erbracht werden. Und das betrifft Kräfte aus dem Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege, und der Altenpflege. In die Position, eine Behandlungspflege zu brauchen kann schließlich jeder kommen. Etwa, wenn Wunden zu versorgen sind oder man etwa durch eine Krebserkrankung ganz intensiver Betreuung bedarf. Für eine Behandlungspflege benötigt man auch keine Pflegestufe, sie kann nur vom Arzt verordnet werden und gehört zur häuslichen Krankenpflege.

Das Spektrum der Behandlungspflege, klärt Anja Krulich als Chefin von „intensiv pflegen“ weiter auf, reicht von der Gabe von Medikamenten, dem Spritzen von Insulin über das Überziehen von Kompressionsstrümpfen  oder dem Wechsel von Wundverbänden bis hin zur Infusionstherapie bei Krebspatienten. Und noch einiges mehr wie etwa die Versorgung bei Kathetern. „Wir versorgen in unserer täglichen Praxis zum Beispiel Patienten der Onkologie über einen Port mit Nahrung oder wir nehmen Trachialkanülenwechsel vor“, umreißt die Fachkraft weiter zu den vielen Aufgaben der Behandlungspflege. Es sind alles speziellen medizinischen Verordnungen und Maßnahmen, die ein Arzt seinem Patienten verschreibt. Die Behandlungspflege muss in der Regel von der Krankenversicherung und nicht aus der Pflegeversicherung finanziert werden.

Breites Spektrum, hoher Schulungsgrad

Es ist ein breites Spektrum, das spezielle Fachkräfte braucht und nur zum Teil von einer Hilfskraft absolviert werden kann. Für das rund 40 Frauen und Männer starke Team bei „intensiv pflegen“ heißt das, ständig am Ball zu bleiben und auch immer wieder statt es im Freibad zu verbringen, das Wochenende auf der Schulbank zuzubringen. „Uns permanent zu schulen, haben wir auch als einen Anspruch an uns selbst“, betont Anja Krulich. Das bedeute natürlich mehr Aufwand durch die intensiven und häufigen Schulungen – aber, und das ist der Hauptpunkt, deutliche Vorteile für die Patienten und Kunden. Bei intensiv und fortwährend geschulten Kräften fühlt man sich sicher aufgehoben. „Wir haben schon viele Patienten versorgt“, berichtet die Delitzscherin, „es ist ein Vertrauensverhältnis entstanden, das ist wichtig für die Arbeit.“ Wichtig sei, den Menschen in allen Lebenslagen, Lebens- und Pflegefragen als ganzheitliches System zu verstehen und zu betrachten. Allein schon daraus resultiere der Anspruch auf einen sehr hohen Schulungsgrad.    

Maria Kurt

Know-how kommt ins Haus

erstellt:
Mittwoch, 15 April, 2015


Anja Krulich hat ambulantes Intensivpflegeangebot in der Loberstadt etabliert

Delitzsch. „Es ist und bleibt ein Glück, vielleicht das Höchste, frei atmen zu können“ - in diesen Worten von Theodor Fontane hat das Team von „intensiv pflegen“ seine tägliche Arbeitsmotivation gefunden. Die Mitarbeiter um Geschäftsführerin und Pflegefachkraft Anja Krulich machen möglich, was vielen im ersten Reflex nach Diagnose einer schweren Erkrankung und eines Schicksalsschlags zunächst undenkbar erscheinen mag: Wer auf eine 24-Stunden-Pflege angewiesen ist, muss dafür überhaupt nicht  ins Heim. Mit Intensivpflege und/oder Heimbeatmung wird es möglich, in vertrauter Umgebung betreut zu werden. 

Anja Krulich hat mit ihren 33 Jahren eine Erfolgsgeschichte hingelegt. 2012 gegründet, hat sich ihr Intensivpflegedienst inzwischen so weit etabliert, dass sie 37 Mitarbeitern eine Arbeit bieten kann und nun in neuen und größeren Räumen, in der Kohlstraße 26 in Delitzsch, den Firmensitz hat. Im kommenden Monat sollen noch einmal zwei neue Mitarbeiter dazukommen, auch eine Auszubildende hat Anja Krulich mittlerweile. „Mein Team hat ein Durchschnittsalter von 25, 26 Jahren. Mir ist dabei auch Nachhaltigkeit wichtig. Die älteren Kollegen bringen den Jungen etwas bei und umgekehrt, das zeichnet uns aus“, ist die engagierte Frau überzeugt.

Das Angebot von „intensiv pflegen“ richtet sich an Patienten, die anders als beim normalen Pflegedienst Tag und Nacht helfende Hände und Versorgung brauchen, ohne Unterbrechung jemanden an ihrer Seite haben sollten und müssen. Zur Zielgruppe gehören so zum Beispiel Wachkoma-Patienten, Betroffene der degenerativen Nervenkrankheit ALS, der Amyotrophen Lateralsklerose, oder Menschen mit einem hypoxischen Hirnschaden. Es geht um die ambulante Versorgung von Intensiv- und Beatmungspatienten. Zudem bietet Anja Krulich mit ihrem Team unter anderem spezielle Wundversorgung oder das sogenannte Trachealkanülenmanagement an. Auch Krebspatienten, die speziell über einen sogenannten Port ernährt werden müssen, können auf die Dienste von Anja Krulich und Team setzen. Wichtige Aufgaben, lebenswichtig. Dennoch, stellt sie immer wieder fest, ist vor allem noch Aufklärungsarbeit nötig: „Noch ist, leider auch bei Krankenkassen, recht unbekannt, was einen Intensivpflegedienst von den gängigen Pflegediensten unterscheidet und warum er nötig ist“, schildert die gelernte Krankenschwester ihre Erfahrungen, „daher wollen wir 2015 vor allem aufklären, denn das ist das A und O, zum Wohle der Patienten.“ ASL-Patienten zum Beispiel brauchen oft Beatmung - wird das zu spät erkannt, so nimmt das Hirn irreversible Schäden. „Solche Punkte aber zu erkennen, kann ein pflegender Angehöriger obwohl er es natürlich gut meint zum Beispiel gar nicht leisten. Wir dagegen sind entsprechend ausgebildet und bilden uns ständig weiter“, erklärt die Firmeninhaberin. Es gehe bei der Intensivpflege um mehr als turnusmäßige Besuche eines Pflegedienstes. Zu allgemeinen Aufgaben wie Körperhygiene kommen je nach Fall und Bedürfnissen Überwachung der Vitalfunktion oder auch Infusionen, lebenserhaltende Maßnahmen und auch mal die persönliche Assistenz. Geboten werde mit ihrem Dienst die fachliche Spezialisierung wie in einem Krankenhaus, betont die Delitzscherin – nur muss der Patient eben sein geliebtes und gewohntes Umfeld nicht verlassen, kann weitgehend am Leben seiner Familie teilnehmen. So kann verhindert werden, dass man mit vielleicht erst 40 in ein Altenpflegeheim kommt, weil Angehörige meinen es gehe in Sachen Pflege nur noch so. Solch einen Irrtum gilt es im Keim zu ersticken: „Intensivpflege ist breit gefächert, kann sich durch alle Altersklassen ziehen.“ Der jüngste Patient des Intensivpflegedienstes von Anja Krulich ist zum Beispiel selbst noch ein Teenager. Intensivpflege heißt so rund um die Uhr für die Kunden da zu sein und ihnen ein „lebenswertes Leben“ zu ermöglichen, wie die junge Frau sagt. Gearbeitet wird im Drei-Schicht-System. Anja Krulich versteht sich dabei weniger als Chefin denn als Teammitglied, übernimmt selbst Schichten und Touren. Nachdem sie sich bereits zur Pflegedienstleiterin spezialisiert hat, hat sie auch eine Ausbildung als Mentorin. Für die kommenden Jahre hat sie sich vorgenommen, das Unternehmen gesund wachsen zu lassen. Immer in Ruhe. Es gehe immerhin um den Dienst am Menschen und nur wenn ein Unternehmen da gesund wachse, könne es auch die Qualität bieten, die jeder Mensch – ob Pflegebedürftiger oder Angehöriger – in einer schweren Lage erst recht verdient.

Christine Jacob

MDK Bericht

erstellt:
Mittwoch, 1 April, 2015

 

Zeitungsbericht 2014

erstellt:
Samstag, 18 Oktober, 2014


Pflege und Berufung rund um die Uhr

Heim- und Klinikbett müssen nicht sein, wenn der richtige Dienst ins Haus kommt

Delitzsch. Wer auf eine 24-Stunden-Pflege angewiesen ist, muss dafür nicht unbedingt ins Heim. Mit Intensivpflege oder Heimbeatmung wird es möglich, in vertrauter Umgebung betreut zu werden. Anja Krulich hat ein solches Angebot in Delitzsch etabliert.

„Was wir machen, ist noch recht unbekannt in der Gesellschaft“, schildert die gelernte Krankenschwester. Vor nicht einmal zwei Jahren hat sie ihren Intensivpflegedienst gestartet. Das Angebot richtet sich an Patienten, die Tag und Nacht helfende Hände und Versorgung brauchen, ohne Unterbrechung jemanden an ihrer Seite brauchen. Wachkoma-Patienten, Betroffene der Nervenkrankheit ALS oder mit einem hypoxischen Hirnschaden gehören zur Zielgruppe. Es geht um die ambulante Versorgung von Intensiv- und Beatmungspatienten. Zudem bietet Anja Krulich mit ihrem Team unter anderem spezielle Wundversorgung oder das sogenannte Trachealkanülenmanagement an. „Intensivpflege ist etwas anderes als die klassische Vorstellung von Pflegedienst“, stellt die 32-jährige Firmeninhaberin klar.

Es geht um mehr als turnusmäßige Besuche eines Pflegedienstes. Zu allgemeinen Aufgaben wie Körperhygiene kommen je nach Fall und Bedürfnissen Überwachung der Vitalfunktion oder auch Infusionen. „Wir bieten die fachliche Spezialisierung wie in einem Krankenhaus“, betont die Delitzscherin, „nur eben zu Hause.“ Das heißt, dass die Betroffenen nicht wie es manche fälschlicherweise annehmen in ein Heim – dann ein Altenpflegeheim auch für einen Betroffenen, der selbst erst 40 ist – müssen, sondern in ihrem vertrauten Umfeld ebenso gut und liebevoll umsorgt werden können. „Wir betreuen nicht nur alte Leute, Intensivpflege ist breit gefächert.“ Der jüngste Patient des Intensivpflegedienstes von Anja Krulich ist 14 Jahre alt. „Dank unseres Angebots ist es möglich, dass er jeden Tag in die Schule gehen kann“, ist die examinierte Krankenschwester und Pflegefachkraft stolz, dass sie und ihre Kolleginnen mit ihrer Berufung viel erreichen können für einen Menschen.

In der Region Nordsachsen sei das Angebot an solchen Diensten aber leider noch sehr dünn gesiedelt, nur ein weiteres Unternehmen gibt es noch und auch aufgrund dieser Nischensituation bei vielen Menschen leider der Glaube verankert, dass man zum Beispiel mit Wachkomapatienten nur in einem Heim umgehen könne. „Wir leisten auch viel Aufklärungsarbeit und beraten die Angehörigen“, erzählt die Fachkraft für außerklinische Beatmung.

Die Idee der eigenen Firma entwickelte sich bei der jungen Mutter so rasant wie erfolgreich. War das Team am Anfang noch nur eine Handvoll Berufskolleginnen, beschäftigte Anja Krulich vergangenen Sommer schon 17 Mitarbeiter. Jetzt sind es 28, spezialisiert und mit Weiterbildungen stets auf dem neuesten Stand. Und Anja Krulich ist immer auf der Suche nach neuen Kollegen für ihr junges und motiviertes Team, die sich gerne initiativ bewerben dürfen. Denn auf jeden Patienten kommen fünf Mitarbeiter und der Bedarf wächst stetig. Intensivpflege schließlich heißt rund um die Uhr für die Kunden da zu sein und ihm ein „lebenswertes Leben“ zu ermöglichen, wie die junge Frau sagt. Gearbeitet wird im Drei-Schicht-System. Anja Krulich, die sich weniger als Chefin denn als Teammitglied versteht, achtet auch darauf, ihre Mitarbeiter möglichst wohnortnah einzusetzen. Das Einzugsgebiet der Kunden und Patienten reicht derzeit von Bad Düben bis Leipzig. Ihr ist es wichtig, dass die Kräfte sich im Ort des Patienten auch auskennen – zum Beispiel wissen, wo sie die nächste Apotheke oder den geeigneten Arzt finden, wenn etwas Außergewöhnliches passieren sollte. Auf Wunsch werden die Angehörigen in die Pflege integriert, damit sie viel der Betreuung auch eigenständig übernehmen können.

Nachdem sie sich bereits zur Pflegedienstleiterin spezialisiert hat, lässt sich Anja Krulich derzeit auch zur Mentorin ausbilden. Ziel ist es, selbst einmal ausbilden zu können. Zudem steht in diesem Jahr noch der Umzug ihrer Firma an. Denn das Wachstum geht weiter.                                   

Maria Kurt

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