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Pflege rund um die Uhr geht auch in den eigenen vier Wänden

erstellt:
Freitag, 15 Februar, 2019


Pflege rund um die Uhr geht auch in den eigenen vier Wänden

„intensiv pflegen“ bietet besonderen Pflege-Aspekt

Es kann so schnell gehen. Und es kann jeden treffen. Ein Unfall, eine Krankheit, Schwierigkeiten unter der Geburt. Der liebe Mensch liegt im Wachkoma oder hat eine einschränkende Krankheit, er braucht Beatmung und Pflege rund um die Uhr. Eine große Umstellung und Belastung für die ganze Familie. Kann das eine Familie überhaupt schaffen? Oder geht es direkt ins Heim? Das sind Fragen, die sich Angehörige in solch schweren Momenten stellen. Das Team von „intensiv pflegen“ weiß Rat und hilft, dass Pflege in vertrauter Umgebung möglich wird.

Der Delitzscher Pflegedienst bietet ein umfangreiches Repertoire der allgemein bekannten Pflege im ambulanten Bereich. Viele ältere Patienten gehören zu den Kunden. Doch das Angebot des Teams um Chefin Anja Krulich geht weit über das hinaus, was gemeinhin als Klassiker der Pflege verstanden wird. Der Bereich der Intensivpflege ist das große Plus und mehr als nur die namensgebende Besonderheit von „intensiv pflegen“. Doch was ist das genau?

Das Team bietet ambulante Intensivpflege und Heimbeatmung, womit Selbstständigkeit und Eigenständigkeit so weit wie nur möglich erhalten bleiben, das Selbstbestimmte  kein Wunschtraum sein muss. „Für unsere Versorgung steht an erster Stelle auch das Bedürfnis der Patienten nach individueller Lebensführung“, betont Anja Krulich. Wer schwerstpflegebedürftig und/oder beatmungspflichtig ist, muss mit diesem Service nicht in eine Klinik oder ein Pflegeheim, wo Tagesabläufe weitgehend vorgegeben werden müssen oder man zudem als verhältnismäßig junger Patient auch mal fast nur von „Alten“ umgeben ist. Immerhin kann es bekanntlich jeden treffen, dass er auf intensive Pflege angewiesen ist – die derzeit jüngste Patientin von „intensiv pflegen“ ist gerade erst vier Jahre alt geworden, die älteste Patientin ist 84 Jahre alt. Ob nun noch sehr jung oder alt: Die medizinische Behandlungspflege ist für fast jeden auch in den eigenen vier Wänden möglich – abgerechnet wird dies über die Krankenkasse. Die Patienten selbst tragen die Investitions- und die Wohnkosten.

Das Spektrum reicht unter Anderem von der speziellen Krankenbeobachtung über die Beatmung, das Waschen, medizinische Leistungen wie den Wechsel von Trachialkanülen oder spezielle Wundversorgung bis zur Ernährung. Wer durch Krankheiten wie ALS, eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems  oder einen Hirnschaden auf Pflege angewiesen ist, kann damit auf Unterstützung daheim setzen.  „Wir können uns rund um die Uhr kümmern“, so Anja Krulich. Im Prinzip wird in den eigenen vier Wänden des Patienten ein Stationsablauf mit nur einer Schwester zu Hause aufgebaut. Während in Reha-Einrichtungen und Heimen eine Schwester in ihrer Schicht für mehrere Patienten zuständig ist, kümmert sich die Intensivpflege mit jeweils einer Kraft um nur einen Menschen. Vier bis fünf Mitarbeiter werden dazu von „intensiv pflegen“ für einen Patienten im Drei-Schicht-System eingeteilt und gewährleisten so die Betreuung rund um die Uhr. Die Teams werden fest gestaltet, so dass auch Vertrauensverhältnisse entstehen und sich Bezugspersonen etablieren. Dass das Pflegen im gewohnten Umfeld und mit gewohnten Gesichtern stattfindet, hat viele positive Effekte und Aspekte. So konnte Anja Krulich mit ihren Mitarbeitern schon mehrfach beobachten, dass Patienten, die in der Reha-Einrichtung als „austherapiert“ galten, in ihrem heimischen Umfeld doch noch Entwicklungsschübe haben und Fortschritte machen. „Individuelle Förderung ist zu Hause besser möglich, das gewohnte Umfeld hilft“, ist Anja Krulich überzeugt. Übrigens: Auch die Assistenz für Menschen mit Behinderungen bietet „intensiv pflegen“ an, was auch in diesem Bereich ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützung ermöglicht.                    

Maria Kurt

Persönliches Budget ermöglicht Teilhabe

erstellt:
Freitag, 15 Februar, 2019


Persönliches Budget ermöglicht Teilhabe

„intensiv pflegen“ berät Menschen mit Behinderung und deren Angehörige

„Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann“, hat Richard von Weizsäcker, Bundespräsident a. D einmal gesagt. Was aber passiert, wenn einem dieses Geschenk genommen wird? Das Team von „intensiv pflegen“ kennt und berät zu jenen Stellschrauben, die dann greifen.

Der Schlüssel heißt „Persönliches Budget“. Nur leider, weiß „intensiv pflegen“-Chefin Anja Krulich, kennen den noch zu wenige. „Menschen mit Behinderungen haben ein Recht darauf, über ihr Leben selbst zu bestimmen. Und genau darum geht es beim Persönlichen Budget“, betont die Delitzscherin. Mit dem Persönlichen Budget kann der individuelle Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation und gleichberechtigten Teilhabe umgesetzt werden. Denn dieses Budget ist eine Leistungsform, bei der behinderte oder auch von Behinderung bedrohte Menschen von den Leistungsträgern wie den Sozialämtern eine Geldleistung bekommen, mit der sie sich dann wiederum jene Aufwendungen finanzieren können, die es zur Deckung ihres persönlichen Hilfebedarfs braucht. Mit dem Geld also kaufen sie sich dann selbst die Leistungen ein, wie zum Beispiel eine Assistenz. Damit kann selbst bestimmt werden, welche Hilfen gewünscht sind und welcher Dienst und welche Person zu welchem Zeitpunkt eine Leistung erbringen soll. „Diese Wahlfreiheit fördert die Selbstbestimmung behinderter Menschen, man kann unabhängig sein“, betont Anja Krulich.

Teilhabe am Leben in allen Facetten

Es können dank dieses Rechtsanspruchs einige tausend Euro gezahlt werden, von Fall zu Fall variiert das Persönliche Budget natürlich. „Wir haben als Pflegedienst selbst auch Kunden in 24-Stunden-Betreuung“, berichtet Anja Krulich. Dabei kann die persönliche Assistenz wie im bekannten Kinohit „Ziemlich beste Freunde“ auch mal so gestaltet werden, dass der Kunde mit seinem Betreuer Diskos, Bars und sonstiges besucht. Es geht eben um Teilhabe, die Teilhabe am Leben in all seinen Facetten. „Dieses ganz normale Leben wie jeder andere wäre für einige Menschen mit Behinderung nicht möglich ohne das Persönliche Budget“, betont die Expertin, „gerade bei jungen Menschen mit Behinderung kann das sehr helfen, sich von zu Hause abzunabeln.“ Dank des Budgets wird es möglich, sich eine eigene Wohnung zu nehmen, nicht auf die Hilfe durch die Eltern angewiesen zu sein, sich freier zu bewegen. Persönliches Budget bedeutet also gelebte Inklusion.

Dabei kann jeder mit Anspruch auf das Budget auch ganz frei entscheiden, ob er selbst als Arbeitgeber auftritt und sich seine Kräfte selbst anstellt - oder ob er sich die Leistungen bei einem Pflegedienst einkauft. „Beides hat Vor- und Nachteile. Wenn er selbst Arbeitgeber ist, hat er die vollen Pflichten und Risiken zu tragen, sich zum Beispiel um steuerliche Belange zu kümmern“, erinnert Anja Krulich. Fällt zum Beispiel die Pflegekraft mal krankheitsbedingt oder wegen Urlaub aus, müsste man sich als Arbeitgeber dann selbst um Ersatz kümmern. Bei einem Pflegedienst, bei dem man die Leistungen einkauft, ist so ein personelles Problem schnell geregelt und Sache des Dienstes. „Wir zum Beispiel haben drei Teams und können schnell reagieren“, schildert die Krankenschwester, „und auch wir würden unserem Kunden niemals eine Pflegekraft einfach so vorsetzen, auch bei uns gibt es beim Budget natürlich ein ganz großes Mitspracherecht, mit wem man es zu tun haben will.“ Zu weiteren Fragen des Persönlichen Budgets berät das Team von „intensiv pflegen“ gerne persönlich.             

Maria Kurt