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Das Jahr der echten Pflegereform

erstellt:
Montag, 23 Januar, 2017


Das Jahr der echten Pflegereform

„intensiv pflegen“ berät zu den Änderungen und Neuerungen ab 2017

Delitzsch. Es ist 2017. Neues Jahr, neue Gesetze. Es ist Zeit für die größte Reform der Pflegeversicherung seit deren Einführung. So steckt hinter dem Begriff des Pflegestärkungsgesetzes tatsächlich eine Verbesserung und Stärkung für all die, die Pflege brauchen. Die deutlichste Veränderung sind die neuen Pflegegrade, die die bisherigen Pflegestufen ersetzen. Das wirft natürlich Fragen auf.

Fragen, die man bei „intensiv pflegen“ zu beantworten weiß. „Für die Patienten ist das Gesetz definitiv ein Vorteil“, betont Chefin Anja Krulich zum Pflegestärkungsgesetz. Ab diesem Monat werden die bisherigen nur drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Das hat aber keine negativen Folgen für die  Versicherten, die schon Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten. Für alle bisherigen Leistungsbezieher gibt es nämlich sozusagen Bestandsschutz und dieser garantiert, dass sich die Leistungen nicht verschlechtern werden. Zudem findet die Überführung von der Pflegestufe in einen Pflegegrad automatisch statt, man muss selbst nichts unternehmen. Versicherte, die zum 31. Dezember 2016 pflegebedürftig waren oder eine sogenannte eingeschränkte Alltagskompetenz hatten, müssen sich nicht einer neuen Begutachtung stellen. Sie erhalten einen um mindestens eine Ebene höheren Pflegegrad als er ihrer bisherigen Pflegestufe entspricht, bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz geht es sogar in den übernächsten Grad – aus Stufe 3 wird Grad 5, aus 0 oder 1 wird 2 und so weiter.

Mehr Leistungsbezieher erwartet

Aber auch für alle, die bisher noch keine Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen, gilt: Bei der Einstufung von Pflegebedürftigkeit geht es ab diesem Jahr allein um die Frage, wie selbstständig der Pflegebedürftige sein Leben gestalten kann. Es wird zum Beispiel untersucht, wie beweglich ein möglicher Leistungsempfänger noch ist und ob er seine Bedürfnisse mitteilen, die Medikamente selbst nehmen oder auch soziale Kontakte pflegen kann. Was bisher Thema getrennter Bewertungsverfahren war, fließt nun in ein ganz einheitliches Begutachtungsverfahren ein. „Es geht von einer defizit-orientierten Pflegebegutachtung hin zu einer ressourcen-orientierten Begutachtung“, erläutert Anja Krulich. Das Verfahren also ist ganzheitlicher angelegt – Pflegebedürftigkeit tritt deutlicher zu Tage. In die neuen MDK-Gutachten wird zum Beispiel stärker als je in der Vergangenheit der Aspekt der Demenz einfließen. Konnte bislang das Erlangen einer Pflegestufe daran scheitern, dass sich der Senior rein körperlich betrachtet ja noch selbst waschen und/oder versorgen konnte, spielt nun der Aspekt eine Rolle, dass er es schlicht vergessen könnte und damit ungewaschen bliebe. Damit erhöhen sich für viele die Chancen, Pflege zu erhalten. Es gibt dementsprechend Prognosen, dass die Zahl der Leistungsempfänger mit der Reform ganz deutlich nach oben steigen wird – einige Experten sprechen gar von einer halben Million Menschen mehr, die Pflegegrade erlangen könnten. Mit dem Pflegestärkungsgesetz sind für den Einzelnen höhere Chancen verbunden, die gesetzlichen Ansprüche hinsichtlich des Sozialgesetzbuches (SGB) XI auch durchsetzen zu können.Auch beim Geld ändert sich was. Der Maximalbetrag des Pflegegeldes, den ein ambulant zu pflegender Mensch erhält, steigt von 728 Euro monatlich für die Pflegestufe 3 auf 901 Euro im Pflegegrad 5.

Über die Mehrleistungen und die neue Definition des Begriffs „pflegebedürftig“ hinaus, ändert sich aber auch noch mehr. Zu Fragen aller Art kann das Team von „intensiv pflegen“ kompetent beraten. Am besten wendet man sich direkt an die Experten.

Maria Kurt

Persönliches Budget ermöglicht Teilhabe

erstellt:
Mittwoch, 14 Dezember, 2016


Persönliches Budget ermöglicht Teilhabe

„intensiv pflegen“ berät Menschen mit Behinderung und deren Angehörige

„Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann“, hat Richard von Weizsäcker, Bundespräsident a. D einmal gesagt. Was aber passiert, wenn einem dieses Geschenk genommen wird? Das Team von „intensiv pflegen“ kennt und berät zu jenen Stellschrauben, die dann greifen.

Der Schlüssel heißt „Persönliches Budget“. Nur leider, weiß „intensiv pflegen“-Chefin Anja Krulich, kennen den noch zu wenige. „Menschen mit Behinderungen haben ein Recht darauf, über ihr Leben selbst zu bestimmen. Und genau darum geht es beim Persönlichen Budget“, betont die Delitzscherin. Mit dem Persönlichen Budget kann der individuelle Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation und gleichberechtigten Teilhabe umgesetzt werden. Denn dieses Budget ist eine Leistungsform, bei der behinderte oder auch von Behinderung bedrohte Menschen von den Leistungsträgern wie den Sozialämtern eine Geldleistung bekommen, mit der sie sich dann wiederum jene Aufwendungen finanzieren können, die es zur Deckung ihres persönlichen Hilfebedarfs braucht. Mit dem Geld also kaufen sie sich dann selbst die Leistungen ein, wie zum Beispiel eine Assistenz. Damit kann selbst bestimmt werden, welche Hilfen gewünscht sind und welcher Dienst und welche Person zu welchem Zeitpunkt eine Leistung erbringen soll. „Diese Wahlfreiheit fördert die Selbstbestimmung behinderter Menschen, man kann unabhängig sein“, betont Anja Krulich.

Teilhabe am Leben in allen Facetten

Es können dank dieses Rechtsanspruchs einige tausend Euro gezahlt werden, von Fall zu Fall variiert das Persönliche Budget natürlich. „Wir haben als Pflegedienst selbst auch Kunden in 24-Stunden-Betreuung“, berichtet Anja Krulich. Dabei kann die persönliche Assistenz wie im bekannten Kinohit „Ziemlich beste Freunde“ auch mal so gestaltet werden, dass der Kunde mit seinem Betreuer Diskos, Bars und sonstiges besucht. Es geht eben um Teilhabe, die Teilhabe am Leben in all seinen Facetten. „Dieses ganz normale Leben wie jeder andere wäre für einige Menschen mit Behinderung nicht möglich ohne das Persönliche Budget“, betont die Expertin, „gerade bei jungen Menschen mit Behinderung kann das sehr helfen, sich von zu Hause abzunabeln.“ Dank des Budgets wird es möglich, sich eine eigene Wohnung zu nehmen, nicht auf die Hilfe durch die Eltern angewiesen zu sein, sich freier zu bewegen. Persönliches Budget bedeutet also gelebte Inklusion.

Dabei kann jeder mit Anspruch auf das Budget auch ganz frei entscheiden, ob er selbst als Arbeitgeber auftritt und sich seine Kräfte selbst anstellt - oder ob er sich die Leistungen bei einem Pflegedienst einkauft. „Beides hat Vor- und Nachteile. Wenn er selbst Arbeitgeber ist, hat er die vollen Pflichten und Risiken zu tragen, sich zum Beispiel um steuerliche Belange zu kümmern“, erinnert Anja Krulich. Fällt zum Beispiel die Pflegekraft mal krankheitsbedingt oder wegen Urlaub aus, müsste man sich als Arbeitgeber dann selbst um Ersatz kümmern. Bei einem Pflegedienst, bei dem man die Leistungen einkauft ist so ein personelles Problem schnell geregelt und Sache des Dienstes. „Wir zum Beispiel haben drei Teams und können schnell reagieren“, schildert die Krankenschwester, „und auch wir würden unserem Kunden niemals eine Pflegekraft einfach so vorsetzen, auch bei uns gibt es beim Budget natürlich ein ganz großes Mitspracherecht, mit wem man es zu tun haben will.“ Zu weiteren Fragen des Persönlichen Budgets berät das Team von „intensiv pflegen“ gerne persönlich.             

Maria Kurt

Pflege rund um die Uhr geht auch in den eigenen vier Wänden

erstellt:
Donnerstag, 17 November, 2016


Pflege rund um die Uhr geht auch in den eigenen vier Wänden

„intensiv pflegen“ bietet besonderen Pflege-Aspekt

Es kann so schnell gehen. Und es kann jeden treffen. Ein Unfall, eine Krankheit, Schwierigkeiten unter der Geburt. Der liebe Mensch liegt im Wachkoma oder hat eine einschränkende Krankheit, er braucht Beatmung und Pflege rund um die Uhr. Eine große Umstellung und Belastung für die ganze Familie. Kann das eine Familie überhaupt schaffen? Oder geht es direkt ins Heim? Das sind Fragen, die sich Angehörige in solch schweren Momenten stellen. Das Team von „intensiv pflegen“ weiß Rat und hilft, dass Pflege in vertrauter Umgebung möglich wird.

Der Delitzscher Pflegedienst bietet ein umfangreiches Repertoire der allgemein bekannten Pflege im ambulanten Bereich. Viele ältere Patienten gehören zu den Kunden. Doch das Angebot des Teams um Chefin Anja Krulich geht weit über das hinaus, was gemeinhin als Klassiker der Pflege verstanden wird. Der Bereich der Intensivpflege ist das große Plus und mehr als nur die namensgebende Besonderheit von „intensiv pflegen“. Doch was ist das genau?

Das Team bietet ambulante Intensivpflege und Heimbeatmung, womit Selbstständigkeit und Eigenständigkeit so weit wie nur möglich erhalten bleiben, das Selbstbestimmte  kein Wunschtraum sein muss. „Für unsere Versorgung steht an erster Stelle auch das Bedürfnis der Patienten nach individueller Lebensführung“, betont Anja Krulich. Wer schwerstpflegebedürftig und/oder beatmungspflichtig ist, muss mit diesem Service nicht in eine Klinik oder ein Pflegeheim, wo Tagesabläufe weitgehend vorgegeben werden müssen oder man zudem als verhältnismäßig junger Patient auch mal fast nur von „Alten“ umgeben ist. Immerhin kann es bekanntlich jeden treffen, dass er auf intensive Pflege angewiesen ist – die derzeit jüngste Patientin von „intensiv pflegen“ ist gerade erst vier Jahre alt geworden, die älteste Patientin ist 84 Jahre alt. Ob nun noch sehr jung oder alt: Die medizinische Behandlungspflege ist für fast jeden auch in den eigenen vier Wänden möglich – abgerechnet wird dies über die Krankenkasse. Die Patienten selbst tragen die Investitions- und die Wohnkosten.

Das Spektrum reicht unter anderem von der speziellen Krankenbeobachtung über die Beatmung, das Waschen, medizinische Leistungen wie den Wechsel von Trachialkanülen oder spezielle Wundversorgung bis zur Ernährung. Wer durch Krankheiten wie ALS, eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems  oder einen Hirnschaden auf Pflege angewiesen ist, kann damit auf Unterstützung daheim setzen.  „Wir können uns rund um die Uhr kümmern“, so Anja Krulich. Im Prinzip wird in den eigenen vier Wänden des Patienten ein Stationsablauf mit nur einer Schwester zu Hause aufgebaut. Während in Reha-Einrichtungen und Heimen eine Schwester in ihrer Schicht für mehrere Patienten zuständig ist, kümmert sich die Intensivpflege mit jeweils einer Kraft um nur einen Menschen. Vier bis fünf Mitarbeiter werden dazu von „intensiv pflegen“ für einen Patienten im Drei-Schicht-System eingeteilt und gewährleisten so die Betreuung rund um die Uhr. Die Teams werden fest gestaltet, so dass auch das Vertrauensverhältnisse entsteht und sich Bezugspersonen etablieren. Dass das Pflegen im gewohnten Umfeld und mit gewohnten Gesichtern stattfindet, hat viele positive Effekte und Aspekte. So konnte Anja Krulich mit ihren Mitarbeitern schon mehrfach beobachten, dass Patienten, die in der Reha-Einrichtung als „austherapiert“ galten, in ihrem heimischen Umfeld doch noch Entwicklungsschübe haben und Fortschritte machen. „Individuelle Förderung ist zu Hause besser möglich, das gewohnte Umfeld hilft“, ist Anja Krulich überzeugt. Übrigens: Auch die Assistenz für Menschen mit Behinderungen bietet „intensiv pflegen“ an, was auch in diesem Bereich ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützung ermöglicht.                    

Maria Kurt

Was tun, wenn man selbst grad nicht pflegen kann?

erstellt:
Sonntag, 23 Oktober, 2016


Was tun, wenn man selbst grad nicht pflegen kann?

„intensiv pflegen“ berät zur Verhinderungspflege

Delitzsch. Wer einen Angehörigen pflegt, der kann sich – beim besten Willen – nicht zerreißen. Derjenige muss auch auf sich selbst achten oder einkalkulieren, dass er mal länger krank ist, wichtige Wege zu erledigen hat oder seine Auszeit braucht. Was also tun, wenn man selbst gerade nicht pflegen kann? In diesem Falle sind Kurzzeit- und die sogenannte Verhinderungspflege eine gute Option.

Wenn der pflegende Angehörige in den Urlaub fährt, selbst mal längere Zeit ins Krankenhaus muss oder auch mal einfach einen Tag frei braucht, kann das gut abgefangen werden. Einen Anspruch auf Kurzzeit- oder Verhinderungspflege hat jeder, der eine Pflegestufe hat, erinnert Anja Krulich, die Chefin des Delitzscher Pflegedienstes „intensiv pflegen“. 1612 Euro Leistungen macht das jeweils im Jahr aus. Die Pflegekasse zahlt diese notwendige Ersatzpflege, wenn pflegende Angehörige wegen Urlaubs oder einer Erkrankung ihre Angehörigen nicht pflegen können. Dieser Anspruch besteht für maximal sechs Wochen im Jahr. Man nennt dies Verhinderungspflege. Während der Verhinderungspflege wird das Pflegegeld für bis zu sechs Wochen im Kalenderjahr zur Hälfte weitergezahlt.

Während die Kurzzeitpflege heißt, dass der Pflegebedürftige zeitweise in einem Heim untergebracht wird, bietet die Verhinderungspflege den großen Vorteil, dass er in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann und sich zumindest da nicht umstellen muss. „Das ist sehr wichtig für das Wohlbefinden, reduziert den Stress bei allen Beteiligten“, rät die Pflege-Expertin. Und sie rät dazu, keine Scheu davor zu haben, die 1612 Euro an Anspruch auf Verhinderungspflege geltend zu machen. „Jeder, der pflegt, braucht auch mal Entlastung. Rund um die Uhr kann keiner, der seinen Angehörigen pflegt präsent sein“, weiß Anja Krulich. Abgesehen vom Urlaub oder eigenen Krankheiten könne die Verhinderungspflege auch dienen, sich mal eine Auszeit zu nehmen, wenn man zum Beispiel eine Zahn-OP oder einen anderen langen Arztbesuch vor sich hat. Dann kann ein Pflegedienst einspringen.

„Man kann diese Pflegeform auch stundenweise nutzen“, erläutert die Delitzscherin. Sie macht Mut, das Angebot auch einmal zu nutzen, wenn man die Zeit für sich braucht – da müsse kein pflegender Angehöriger ein schlechtes Gewissen haben. Ein pflegender Angehöriger braucht vielleicht gar nicht lange Auszeiten. Manchmal genügen ein paar Stunden. Sei es, dass der Gang zum Friseur ansteht oder aber auch einfach mal ein Besuch im Theater oder ein Treffen mit Freunden. Dann spricht man von einer stundenweisen Verhinderung und damit kann für diese Zeiten eine stundenweise Ersatzpflege in Anspruch genommen werden. Zu den genauen Regelungen können Dienste wie „intensiv pflegen“ kompetent beraten.

Viele Möglichkeiten für den Ersatz

Vom Gesetzgeber gut durchdacht ist in diesem Feld: Wer den Anspruch auf Kurzzeitpflege nicht nutzen will, kann zumindest die Hälfte davon wiederum in den Anspruch zur Verhinderungspflege aufschlagen lassen – und umgekehrt. Noch einmal 806 Euro mehr an Anspruch können so in jeweils einem Bereich erlangt werden, erläutert Anja Krulich.

Wenn die Verhinderungspflege beispielsweise stundenweise genutzt wird, können bis maximal acht Stunden am Tag abgerechnet werden. Während niederschwellige Betreuungsleistungen „nur“ dem Zeitvertreib und der Beschäftigung dienen (wir berichteten), ist in der Verhinderungspflege die tatsächliche Pflege mit Aspekten wie Hilfe beim Toilettengang und Körperpflege  inbegriffen. Damit die pflegebedürftige Person auch trotz Verhinderung des Pflegenden gut und optimal versorgt wird, führt kein Weg an diesen Angeboten vorbei.                  

Maria Kurt

Profis geben Zeit für mehr Lebensqualität

erstellt:
Montag, 12 September, 2016


Profis geben Zeit für mehr Lebensqualität

Team von „intensiv pflegen“ bietet auch die niederschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote an

Delitzsch. Pflegebedürftige Menschen haben weit mehr Bedürfnisse als „nur“ die Hilfe mit den Medikamenten, die Körperpflege, die Hilfe beim Toilettengang. Und vor allem haben sie Ansprüche darauf. Per Gesetz. Sie haben einen Anspruch darauf, dass ihnen noch mehr Zeit gegeben wird. Für pflegebedürftige Personen gibt es die sogenannten niederschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote, die auch das Team von  „intensiv pflegen“ anbietet.

„Jeder mit Pflegestufe hat das Recht auf diese Angebote“, stellt Anja Krulich, Chefin des Pflegedienstes „intensiv pflegen“, klar. Jedem, der sich mit dem Thema Pflege auseinandersetzt, wird sicher schnell bewusst, dass für viele menschliche Bedürfnisse in den engen durch die Kassen vorgegebenen Rastern oft zu wenig Zeit bleibt. Natürlich ist immer ein Plausch mit der Fachkraft möglich, wenn diese sich zum Beispiel um die Körperpflege des Pflegebedürftigen kümmert oder Medikamente stellt. Aber für einen Spaziergang, mal ein Karten- oder Brettspiel oder vielleicht mal eine Stunde Gedächtnistraining mit einem Profi auf diesem Gebiet bleibt in den notgedrungen eng gesteckten Terminplänen in ambulanter aber auch stationärer Pflege kaum Zeit. „Und auch pflegende Angehörige können das nicht leisten“, weiß Anja Krulich aus Erfahrung. Oft gehen diese ja selbst noch in Vollzeit arbeiten, kümmern sich um einen eigenen Haushalt, haben noch die eigenen Kinder zu versorgen - „sich die Zeit zu nehmen, mal nur ganz in Ruhe mit der Oma einkaufen zu gehen“, berichtet Anja Krulich. Zu schnell und hektisch ist der Alltag heutzutage ohnehin. Die Abhilfe kommt in Form der niederschwelligen Betreuungsangebote. Einen Anspruch von 104 Euro monatlich hat jeder mit einer Pflegestufe. 208 Euro Anspruch pro Monat sind es bei Personen mit sogenannter eingeschränkter Alltagskompetenz, in der Regel Demenzpatienten.

Die niederschwelligen Angebote reichen von stundenweiser Betreuung zu Hause, bei der einfach mal richtig Zeit und Luft fürs Reden oder ein Spiel bleibt, über die Begleitung zu einem Konzert oder zu anderen Veranstaltungen, die Hilfe beim Einkaufen bis hin zu Gedächtnistrainings und anderen Angeboten. Mit diesem breiten Spektrum an Leistungen können die pflegenden Angehörigen entlastet werden. Vor allem aber werden die Pflegebedürftigen betreut und noch gefördert, wenn sie sich zum Beispiel durch Angebote wie längere Spaziergänge fit beziehungsweise fitter halten können.

Fast jeder Pflegedienst bietet diese Betreuungs- und Entlastungsangebote. Die Betreuung erfolgt stundenweise und nach Bedarf. „Die Preise für die Stunden variieren von Unternehmen zu Unternehmen, man sollte einfach das Gespräch suchen“, rät Anja Krulich. Besonders gut für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sei, dass der monatliche Anspruch von 104 Euro beziehungsweise dem doppelten Satz bei Pflegebedürftigen mit eingeschränkter Alltagskompetenz nicht verfällt. „Man kann den Anspruch bis zum 30. Juni des Folgejahres sammeln und abrechnen“, betont die Pflege-Expertin. Das gibt Angehörigen zum Beispiel die Möglichkeit, in der Zeit ihrer eigenen Anwesenheit etwa für einen Urlaub den Pflegebedürftigen extra gut betreut zu wissen. „Insgesamt bringen die niederschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote mehr Lebensqualität für alle, die es mit der Pflege eines Angehörigen zu tun bekommen, vor allem aber mehr Lebensqualität für den zu pflegenden Menschen“, sagt Anja Krulich. Wer sich zu diesem Thema näher beraten lassen will, kann gerne den Kontakt zu „intensiv pflegen“ suchen.                                        

Maria Kurt

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